Kolping kommt aus Kerpen

Inhalt

  • Haus für Kunst und Geschichte
  • Kolpingmuseum
  • Lehrwerkstatt von Adolph Kolping
  • Kolpingplatz
    • Kolpingdenkmal
    • Bronzetafeln
  • Pfarrkirche St. Martinus
  • Inventar Pfarrkirche St. Martinus
    • Taufbecken
    • Kolpingkapelle mit Mosaik
    • Primizaltar
    • Kolpingglocke
  • Volksschule z.Zt. Adolph Kolpings
  • Kolpinghaus
  • Adolph-Kolping Hauptschule
  • Kolpingmonument
  • Lindenkreuz (Driescher Kreuz)
  • Vingerkreuz ( Am Vinger Hof)
  • Leonhard Joseph Lauffs - Pfarrhaus in Blatzheim
  • Theo Wollersheim und Adolph Kolping, Begegnungskreuz
  • Adolph-Kolping Berufskolleg, Horrem
  • Stadtspaziergang
  • Fahrradtour - Übersichtskarte
  • Impressum - Haftungsausschluss
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Lindenkreuz

Koordinaten: (50° 51' 12" N / 6° 41' 14" O)

Eine halbe Stunde Fußweg von Kerpen aus geht man bis zum Lindenkreuz in der Feldflur in Richtung Gymnich. Heute liegt das Kreuz nahe einer Umgehungsstraße von Türnich nach Blatzheim. Der Überlieferung nach hat Adolph Kolping an diesem Kreuz oft gebetet und sich Kraft geholt. Das etwa 3,50 m hohe Kreuz aus rotem Sandstein wurde nach dem Chronogramm der Inschrift 1769 errichtet. Am Kreuz befindet sich ein Reliefcorpus und darunter in einer Nische der heilige Hubertus mit entsprechender Unterschrift. Das Kreuz erinnert in Material und Ausgestaltung an die 1768 errichtete Kreuzigungsgruppe in Langenich.
Die Inschrift lautet: „DestrVCta CrVCI haeC CrVX De noVo EX [...] sanCtI hVbertI eXstrVCta [...] tVit 1769"
Vorne ist in den Sockel ein kaum lesbares A K 1826 eingehauen. Es ist nicht sicher, dass es von Kolping selbst stammt.

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AxerLindenkreuzDSC 7244

Vingerkreuz ( Am Vinger Hof)

Koordinaten: (50° 51' 00" N / 6° 41' 5" O

Vom Driescher Kreuz, eine halbe Stunde Fußweg in Richtung Süden, finden wir jenes Kreuz am Vinger Hof, unter dem Maria Helena Meller gelobte, einem armen Theologiestudenten – Adolph Kolping – das Studium zu bezahlen. Sie war die Tochter des Gutsbesitzers, bei dem Kolpings Vater als Schäfer im Dienst stand.

n Kolping Axer Lindenkreuz Gut Vingen DSC 6923

 

Pfarrer Lauffs Gedenktafel in Blatzheim

Koordinaten: (50° 54' 20" N / 6° 37' 56" O)

Leonhard Joseph Lauffs wurde 25.1.1797 in Aachen geboren und starb 10.8.1876 in Saeffeln. Zum 1. Januar 1829 wurde er zum Pfarrer in Blatzheim ernannt und ging 1836 als Pfarrer nach Nideggen. Der Pfarrer von Blatzheim versammelte in kurzer Zeit einen kleinen Kreis junger Menschen um sich, die er unterrichte. Kolping hatte ein Buch des Pfarrers Lauffs gelesen und fand den Mut, Kontakt zu ihm aufzunehmen. In seinem Bildungsdrang wird er von Lauffs ernst genommen; wird sofort aufgenommen in den Kreis und erhält einige Monate Unterricht in der lateinischen und griechischen Sprache. Aber selbst der bildungseifrige Kolping kann das hohe Tempo des Pfarrers nicht mithalten, denn er ist nach einigen Wochen Unterricht überfordert, als er Texte von Ovid mit dem Pfarrer übersetzen soll. Im Pfarrhaus in Blatzheim lernt Kolping den späteren Künstler Ferdinand Müller kennen, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verbindet.
Adolph Kolping selbst sagte dazu: „[...] Zuallererst hat mich zum Studium – auf meine vorgebrachte Bitte – ermuntert und mehrere Monate auch den Unterricht mir erteilt der Herr Pfarrer Leonhard Lauffs in Blatzheim, [...]".
Adresse: Dürener Straße 278, 50171 Kerpen-Blatzheim

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Pfarrhaus in Blatzheim
Axer Lauffs DSC 7328

Bronzetafel am Pfarrhaus

 
 
 

 

 

Kolping - Wollersheim - Begegnungskreuz

Koordinaten: (50° 53' 13" N / 6° 44' 31" O)

Der Förderer und spätere Freund Adolph Kolpings wurde am 16.2.1806 in Nideggen geboren, empfing die Priesterweihe am 16.9.1831 und wurde im gleichen Jahr Vikar in Kerpen. Er wechselte 1839 als Rektor ins benachbarte Mödrath und wurde 1843 Pfarrer in Jüchen, wo er auch 1865 starb.
Pfarrer Lauffs bat den Vikar, aus dem benachbarten Kerpen, vor seinem Weggang aus Blatzheim seinen Sprachschüler Kolping weiter zu betreuen. Das tat dieser sehr gewissenhaft und scheinbar mit mehr pädagogischem Geschick als Pfarrer Lauffs, wohl auch, weil er erst zehn Jahre zuvor in Düren das Abitur als bester seines Jahrganges bestanden hatte und so auch besser den vorliegenden Anforderungskatalog zur Aufnahmeprüfung am Gymnasium einschätzen und strukturieren konnte. So konnte Adolph Kolping 1837 in die Tertia des Marzellengymnasiums in Köln aufgenommen werden.
Um an die Förderung Adolph Kolpings durch Theodor Wollersheim zu erinnern, ließ der VfL Mödrath 1990 eine von Egino Weinert gestaltete Bronzetafel an der neuen St. Quirinuskirche im umgesiedelten Mödrath anbringen. Im Zentrum der Plakette sind Theodor Wollersheim als Lehrer und Adolph Kolping als Schüler in freundschaftlicher Verbundenheit abgebildet. Am 18.03.2000 wurde am Standort der ehemaligen Mödrather Pfarrkirche im heute renaturierten Tagebaugebiet, dem Marienfeld, eine Kreuzgruppe errichtet, an der die gleiche Gedenktafel angebracht wurde. In Sichtweite der Kreuzgruppe befindet sich auch der so genannte Papsthügel, auf dem 2005 die Abschlussveranstaltungen zum Weltjugendtag stattfanden. Adolph Kolping war einer von fünf Patronen des WJT.

 

n Kolping Wollersheim Ax DSC 6986

Kolping WollersheimBildschirmfoto

n Kolping Wollersheim2Ax DSC 6997

Wollersheim MoedrathS2980004

Pfarrkriche St. Martinus

Koordinaten: (50° 52' 10" N 6° 41' 37" O)

Zur Geschichte der Kirche
Als Sigebodo und Magdilidis um 1050 das Martinusstift in Kerpen gründeten, bestand die Kirche mit Sicherheit schon. Bis zur Auflösung des Stifts im Zuge der Säkularisation blieb St. Martinus Stifts- und Pfarrkirche. Ob es schon eine merowingische Eigenkirche des benachbarten Hofes gegeben hat, kann nur vermutet werden. Die Kirche der Gründerzeit wird eine kleine Saalkirche gewesen sein, die um die Zeit der Stiftsgründung durch ein Querschiff erweitert wurde. In der Folgezeit entstand ein dreischiffiges Langhaus. Im 13. Jahrhundert erreichte der Hauptchor seine heutige Größe.
Der Stiftsplatz mit seinen Kanonikerhäusern und die Stiftskirche St. Martinus sind auf einer 1791 angefertigten Karte des Landmessers Joseph Paar überliefert. Die Karte zeigt, dass der Immunitätsbezirk des Stifts von Mauern und Gräben umgeben war und durch drei Tore erschlossen wurde. Nachdem das Stift 1803 aufgelöst wurde, verlegte man die Köln-Dürener Straße, die seit Mitte des 19. Jahrhunderts den Platz und die Kirche trennt. Abgesehen von einigen Kriegsschäden hatte sich der Platz mit Kanonikerhäusern des 18. und Bauten des 19. und frühen 20. Jahrhunderts bis in die jüngste Vergangenheit in seltener Geschlossenheit erhalten. Einer der schönsten Plätze dieser Art wurde erst durch Bausünden der 1970er Jahre zerstört. Der mächtige, 1496 erbaute Turm von St. Martinus markiert weithin die Lage des Kerpener Ortszentrums und ehemaligen Stiftsbezirkes. Nach einem Brand von 1817 erst 1902 auf seine ursprüngliche Größe zurückgebracht, ist der 78 m hohe Turm der dritthöchste im Erzbistum Köln.
St Martinus 1Das Langhaus der Kirche wurde am 25. Februar 1945 infolge eines Luftangriffes in den letzten Kriegstagen völlig zerstört. Es waren nur der Turm, Teile des Querschiffes und des Chores erhalten geblieben. Beim Wiederaufbau galt es, eine Verbindung zwischen dem romanischen Chor und dem spätgotischen Turm zu finden. Nach Plänen von Walter Zimmermann wurde 1952 bis 1953 eine moderne Hallenkirche errichtet, die sich den historischen, erhaltenen Teilen harmonisch unterordnet.

 

 
 

 

 

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